
Die Dinge laufen heute nicht so, wie Sie sich das vorgestellt haben.  Ihr bekannt eisernes Pflichtgefhl lt Sie zwar vor keiner Aufgabe zurckschrecken. Aber diesmal kommt der Schrecken langsam. Mit jeder Auf- und Abbewegung des Schiffes (schlie- lich haben wir seit zwei Tagen schon Windstrke sieben bis acht) fhlen Sie Ihren Magen.  Erst schwach, dann strker, dann noch strker. Es hilft kein Hungern, kein Wodka. Es hilft berhaupt nichts:  Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Sie unweigerlich an Doc Watson und dessen Freund denken mssen. Wie der Freund heit, wollen Sie wissen?  Wyatt Earrrrr.... 
 Das ist das Ende Ihrer Ermittlungen. Entweder drfen Sie in Zukunft nicht mehr seekrank werden. Oder nur noch Flle an Land lsen. 


Sie haben es ja so gewollt. Nach kurzem Fall und hartem Aufklatschen finden Sie sich im aufschumenden Wasser wieder.  Was Sie nicht wuten: Das Wasser ist ganze elf Grad kalt. Keine guten Aussichten fr lngere Schwimmbungen.  Was Sie vielleicht doch wissen sollten: Ihre derzeitige Position ist 49 Grad 32,12 Minuten Nord, 6 Grad 17,01 Minuten West.  Die nchste Schwimmweste ist wahrscheinlich an der franzsischen Kste (Distanz 45 Seemeilen) zu bekommen. 


Schlu mit den selbstherrlichen Untersuchungsmethoden! Eins der Zimmermdchen hat beobachtet, da Sie in mehrere Kabinen eingedrungen sind. Da man Diebe hier an Bord berhaupt nicht leiden kann, werden Sie nun von zwei netten jungen Schwerathleten un- auffllig und schnell in einen Abstellraum befrdert. Die Tr ist zu, keiner hrt Sie. Frhestens in Southampton wird sich die britische Polizei mit Ihnen beschftigen. Sie knnen nur hoffen, da da niemand ist, der Sie kennt. Die Blamage wre ungeheuer.... 


Ja, ja... Wo das Laster ruft, kann auch der Aufrechteste auf die Dauer nicht vorbergehen. Sie haben ja wirklich eifrig ermittelt, aber seltsamerweise besonders eifrig in den Bars dieses Schiffes.  Also schauen wir uns doch mal Ihre Ergebnisse an:  1) Die sowjetische Antialkoholkam- pagne ist bis hier noch nicht vor- gedrunen.  
2) Bestimmt Wodkasorten (zum Beispiel Wodka "Kp" sind tatschlich billiger als Mineralwasser.  
3) Deshalb sind alle hier ssssso spendierfreu... Hicks dig... Un vvviertns... schluck,... is Alohol was fffeins.... Und auerdem: Bis Sie wieder nchtern sind, ist das Schiff im Hafen. Und dieser Fall nicht gelst.... 


Ihren Hang zur Nachtarbeit und furchtlosem Forschen auf dunklen Decks in allen Ehren. Aber irgendwas mssen Sie falsch gemacht haben. Vielleicht war es ein herumliegender Wasser- schlauch, vielleicht eine dieser eklig hohen Trschwellen. Oder auch nur ein herren- (oder damen)loser Liegestuhl, der im Weg stand:  Im Dunkeln sind Sie gestolpert und kurz und schmerzhaft auf Ihr energisches Kinn geknallt. Blitzartig wird das Dunkel von einigen strahlenden Sternchen erhellt. Dann wird es restlos dster...  Sie erwachen in der freundllichen und hellen Athmosphre des Hospitals. Gerade luft das Schiff in den Hafen von Southampton ein. Fr erfolgreiche Ermittlungen ist es endgltig zu spt. 


Es mu ja mal gesagt werden:  SIE SIND EIN TOLLER DETEKTIV!  Was passierte: Whrend eines Spa- ziergangs geraten Betty und Alfred S. in Streit. Er wird ttlich, sie greift zur Pistole und schiet auf ihn. Er wirft Sie in das Schwimmbecken, wo Betty im schwappenden Wasser ertrinkt. Alfred schleppt sich angeschossen in seine Kabine. Hier erwartet ihn seine Ex-Frau Heike, um mit ihm ber seinen erpresserischen Brief zu reden. Entsetzt verlt sie die Kabine, als sie feststellt, da Schrader schwer verwundet ist und vertraut sich Ludwig Behrens an. Der will Schrader zur Rede stellen und geht zu ihm. Die beiden geraten in Streit, und Behrens er- stickt Schrader mit dem Kopfkissen.  All das haben Sie herausgefunden, nebenbei noch den "Schleicher" ding- fest gemacht und das Collier gefunden.  EINFACH TOLL!!! 


Also wirklich:  DAS WAR EINE SEHR GUTE LEISTUNG!  Was passierte: Whrend eines Spa- ziergangs geraten Betty und Alfred S. in Streit. Er wird ttlich, sie greift zur Pistole und schiet auf ihn. Er wirft Sie in das Schwimmbecken, wo Betty im schwappenden Wasser ertrinkt. Alfred schleppt sich angeschossen in seine Kabine. Hier erwartet ihn seine Ex-Frau Heike, um mit ihm ber seinen erpresserischen Brief zu reden. Entsetzt verlt sie die Kabine, als sie feststellt, da Schrader schwer verwundet ist und vertraut sich Ludwig Behrens an. Der will Schrader zur Rede stellen und geht zu ihm. Die beiden geraten in Streit, und Behrens er- stickt Schrader mit dem Kopfkissen.  Diese vertrackten Morde haben Sie souvern geklrt. Aber - wer ist eigentlich der "Schleicher"? Und wo ist das Collier?  Fragen ber Fragen..... 


Der Dank von Lady Miriam Higginbottom wird Ihnen sicher sein!  Was passierte: Der flotte Minke erspht whrend des Abschiedsabends das kostbare Collier am Hals von Lady Miriam. Er holt Greystone in eine frhliche Runde im Musiksalon und ver- drckt sich dann kurzzeitig. Aus der leerstehenden Kabine 1017 lockt er Lady Miriam, die in ihre Kabine zurckgekehr ist, telefonisch in die Nachtbar. Noch vor ihrer Rckkehr klaut er das Schmuckstck, das sie noch nicht zurck in den Tresor des Zahlmeisters hatte bringen knnen. Er versteckt es schnellstens und begibt sich (fast) unbemerkt zurck zu seinen Trinkkumpanen....  Da Sie das alles herausgefunden haben, ist zwar ganz nett - aber haben Sie eigentlich gemerkt, da gleich zwei Morde auf Aufklrung warteten?  Beurteilung: SEHR MSSIG! 


Ihr schnelles, energisches Zupacken hat viel Staub aufgewirbelt. Nach Ihren Zeugenaussagen vor Gericht war- ten Sie befriedigt darauf, da Recht und Ordnung nun wieder Gltigkeit verschafft werden kann. Aber leider kommt es anders:  Die Verteidigung des Angeklagten nimmt Ihre Aussagen und Ihre (tatschlich stmperhaft zustande- gekommenen) Ermittlungsergebnisse total auseinander. Wichtige Indizien und Zeugenaussagen fehlen, manche Ihrer Schlsse sind unstimmig - das Verfahren fhrt zu einem glnzenden Freispruch.  Fr Sie hat dieser unerwartete Prozessausgang ein weniger glnzendes Ende: Als Streifenbeamter in einem bezaubernden Dorf im nrdlichen Schottland drfen Sie erneut Ihre Qualitten beweisen.  VIEL VERGNGEN! 


Es luft die Zeit im Sauseschritt  Was machen wir? Wir laufen mit  (Donald Duck in "Die Zeitmaschine") 
 Es ist soweit: Die Gangway der MS " copo" wird heruntergelassen, die ersten Passagiere verlassen das Schiff. Darunter ist mit Sicherheit der Juwelendieb, und - weit schlimmer - ein skrupelloser Mrder.  Was haben Sie eigentlich die ganze Zeit gemacht? Ihre einmalige Chance ist vertan, dieser Fall wird sich jetzt nicht mehr lsen lassen.  Die weitere Entwicklung der Dinge: Die Presse strzt sich auf Sie und diesen Fall ("Welche Flaschen arbeiten beim Yard?") und Ihre frsorglichen Vorgesetzten beschlieen, da man Sie nicht mal mehr als abschreckendes Vorbild gebrauchen kann... 
VIEL GLCK AUF DEM WEITEREN LEBENSWEG! 


Tatjana Stroganowa arbeitet schnell und grndlich. Nach krzester Zeit haben Sie den vorlufigen Obduktions- bericht in der Hand: 

Name der/des Toten:.....Betty Schrader 
Todesursache:................Ertrinken 
Todeszeitpunkt:.........etwa 21.30 Uhr 

Ergebnis der Untersuchung: 

-Prellung am linken Hinterkopf........ 
-Hmatom am rechten Oberarm und........
 am linken Hftknochen................. 
-Langgezogene Schrfwunde auf der......
rechten Wange......................... 

Das ist alles, was von Alfred Schrader bleibt: 
ein kleines Formular: der vorlufige Obduktionsbericht: 

Name der/des Toten:....Alfred Schrader 
Todesursache:.........Sauerstoffmangel 
Todeszeitpunkt:.........etwa 22.00 Uhr 

Ergebnis der Untersuchung: 

-Schuwunde am rechten Oberarm mit.....
 Verletzung der Arteria brachialis....
-Hmatom am linken Schienbein..........
-Erheblicher Blutverlust.............. 


"Ich mu Ihnen was ber Betty Schrader sagen. Sie war etwa zwei oder drei Tage nach dem Beginn der Fahrt bei mir. Sie machte einen auffallend nervsen Eindruck, klagte ber Schlaflosigkeit und nervse Strungen. Ich verschrieb ihr ein Beruhigungs- mittel.  Sie kam zwei Tage spter wieder. Ich hatte den Eindruck, da sie in Bedrngnis war. In unserem Gesprch vertraute sie mir dann an, da sie sich bedroht fhle: "Es gibt einen Menschen hier an Bord, der mich umbringen knnte..."  Ich gab ihr noch ein Mittel. Als sie es in ihre Handtasche packte, sah ich durch Zufall, da eine kleine Pistole darin war." 


"Wir haben einen Sechsertisch. Mit uns zusammen sitzen noch das Ehepaar Dernicht aus Mnchen und das Ehepaar Schrader. Herr Dernicht ist ausgesprochen nett, wenn er ber seine pfel erzhlt. Herr Schrader kann auch sehr charmant sein. Manchmal glaube ich aber, da das Verhltnis zu seiner Frau nicht so gut ist. Betty hat wirklich Pech. Dabei knnte sie so glcklich sein. Wo sie doch gerade diese Erbschaft gemacht hat. Ganz im Vertrauen: Sie hat wirklich eine erhebliche Summe geerbt." 


"Ich sage Ihnen, der Schrader ist ein toller Hecht. Der hat mir neulich abends an der Bar mal von seinen Abenteuern erzhlt. Na ja, so ganz nchtern war er sicher nicht mehr dabei. Also, der hat eine flotte Geliebte, ne Stewardess von der Lufthansa, mit der will er sogar durchbrennen. Er sagt, er sei nur durch finanzielle Grnde jetzt noch daran gehindert. Aber das wrde sich schon ndern..." 


"Was wollen Sie wissen? Der Schrader? Ein ganz bler Vogel. Benimmt sich total daneben. Am Sonntag hat er morgens am Swimming-Pool vor allen Leuten laut ber seine erste Frau hergezogen. "Flittchen" sagte er. Und dann ist er drangegangen, dem Frerkens die Freundin auszuspannen. Den Schrader hab' ich gefressen, das knnen Sie mir glauben." 


"Ja eine Gewinnerin eines Preisaus- schreibens haben wir auch hier an Bord. Stellen Sie sich vor: Der erste Preis in dem Preisausschreiben galt nur fr eine Person. Und da mute Frau deRuyter tatschlich alleine fahren und ihre Tochter bei der Oma lassen. Dabei ist die kleine Brigitte wirklich ihr ein und alles. Nein, ein Vater existiert da nicht, Frau deRuyter ist geschieden." 


"Neulich habe ich mit Frau Pradel, Frau deRuyter und Frau Hemmester gesprochen. Ich mu Ihnen sagen - mal ganz unter uns - was hier an Mnnern rumluft, das ist zum Teil frchter- lich. Nehmen Sie den Wacker oder den Fliedtge. Die trinken ja wirklich den ganzen Tag. Schlimm. Aber es gibt auch ein paar ganz nette. Herr Olmaxis, den finde ich sehr sympatisch. Oder Herr Schrader, der hat irgendwie was an sich. Find ich jedenfalls. Heike hat ja gesagt, ihr htte es geradezu einen Schock versetzt, ihn hier an Bord zu sehen. Aber das versteh' ich nicht an ihr. Ich finde ihn wirklich interessant..." 


"Mir ist neulich was seltsames passiert. Also das war vor zwei Tagen. Da wollte ich Frau deRuyter an ihrer Kabine abholen zum Backgammon. Und wie ich an der Kabinentr ankomme - die war angelehnt - da hre ich Frau deRuyter mit irgendjemand telefonieren. Was sie gesagt hat? Etwa:"Ja, den Brief hab' ich bekommen.... Eine Gemeinheit... Hr' auf, mich schon wieder zu beschimpfen.... Kann ich jetzt nicht sagen, wir werden uns darber noch unterhalten.... So wie frher kannst Du nicht mehr mit mir umgehen..." Und dann hat sie aufgehngt." 


"Sie knnen Fragen stellen. Mein Gott, mir ist natrlich 'ne ganze Menge aufgefallen. Aber eins, das mu ich Ihnen erzhlen: Wissen Sie, da wir hier nur ganz wenige Linkshnder haben? Ich spiele ja leidenschaftlich gern Backgammon inzwischen. Die kleine Sewing hat uns das wirklich sehr nett und verstndlich beigebracht. Und da guck ich immer drauf, wer mit welcher Hand wrfelt. Und was meinen Sie? Da ist kaum einer bei, der mit Links wrfelt. Gerade der George, Sie wissen doch, der Englnder, der Alfred und auch der Otto aus Neuwied. Und das wars dann auch schon. Seltsam was?" 


"Ich fhle mich wirklich immer noch elend. Diese Schaukelei, das hlt doch auf die Dauer kein Mensch aus.  Ja, um halb zehn abends hab ich unten auf dem Achterdeck gestanden, da wo der Wurfstnder fr das Tontauben- schieen ist. Und mir war wirklich bel, sag ich Ihnen, das hab ich noch nicht erlebt. Und wie ich da so an der Reling lehne, naja, sagen wir besser hngen dazu, da hr' ich von irgendwoher Wortfetzen und so komische Gerusche: "du Widerling...."(eine Frauenstimme). "dein Mtchen werde ich schon khlen..."(eine Mnnerstimme). Dann Getrampel, irgendwas hat geklatscht und geknallt... Ich wei nicht mehr, was dann kam, ich war zu sehr mit meinem Magen beschftigt." 


Auf dem tollen Sofa im vorderen Treppenhaus, da haben wir vier nach dem Abschiedsabend noch einige Zeit gesessen. So etwa von halb zehn bis zehn. Nein, sehr viel los war wirklich nicht. Wen wir in der Zeit gesehen haben? Das ist nicht ganz einfach zu sagen, denn Thea, Mathilde und Otilie haben jede ihre eigene Version. Aber eins ist sicher: Thea hat nur einmal recht, Mathilde zweimal und Otilie hat drei Personen an der richtigen Stelle in ihrer Aufzhlung." 


"Das ist so gewesen: Erst kam Schrader durch das Treppenhaus und verschwand im Gang zu seiner Kabine. Er war bleich im Gesicht. Kurze Zeit spter kam Heino Frerkens aus diesem Gang heraus. Nach ihm eins der Zimmermdchen, ich glaube das von Frau Hemmester. Dann ging Herr Behrens in den Gang und zuletzt kam die kleine deRuyter wieder heraus, ging quer durch den Raum und verschwand in dem Korridor, der steuerbord nach hinten geht." 


"Nein, mit der Reihenfolge, das war etwas anders. Erst schwankte der Herr Schrader in den Korridor vorn links. Er hatte so einen verkniffenen Ausdruck um die Mundwinkel, als sei ihm nicht gut. Danach ging Herr Behrens in den Gang und Herr Frerkens kam ganz kurz danach wieder raus. Als nchste kam dann Frau deRuyter heraus, auch mit bleichem Gesicht und flattrigen Bewegungen. Nach ihr kam dann das Zimmermdchen von Frau Oelkers. Danach kam keiner mehr." 


"Ich bin mir ganz sicher. Die Reihenfolge war so: Zuallererst ging Herr Behrens in den Gang, danach kam Frau deRuyter mit hektischen Schritten heraus. Hinter ihr marschierte der Frerkens, dann das Zimmermdchen von Frau Oelkers. Und dann erst kam Alfred Schrader so komisch, mit der Hand am linken Oberarm, ber die Treppe und verschwand im Gang links vorne." 


"Ich bin abends noch einmal ber meinen Korridor gegangen, irgendwann vor zehn Uhr. Die sechste Tr von vorne war nur angelehnt. Und der Gast in der Kabine hat geflucht und irgendwas gemurmelt. Er schien aber allein zu sein, denn da hat keiner geantwortet." 
"Schraderrr, nein, kann ich nicht viel zu sagen. Ich wei nur, da meine Kollegin, die seine Kabine macht, auf ihrer ganzen Korridorseite nur Nichtraucher hat." 


"Ach wissense, hier an Bord ist ja soviel los. Wenn man da den berblick behalten will, wer nun gerade mit wem und wann.... Das ist eigentlich nicht zu schaffen. Nehmen wir doch mal den Herrn Frerkens, der versucht sich immer wieder an einem Schrzenbndel, und immer wieder landet er auf der Nase. Naja es gibt auch Gegenbeispiele. Der Herr Behrens etwa und die Frau deRuyter - da scheint sich wirklich was anzubahnen. Oder nehmen Sie mal den Herrn Babbitsch und die Frau Augusta - das sieht auch sehr 
dauerhaft aus." 


"Schmuckdieb? Ach du lieber Himmel - das darf doch nicht wahr sein! Aber im Ernst - fr die paar kleinen Broschen Ketten oder Ringe, die ich in der Boutique habe, da hat sich bis jetzt kaum jemand interessiert. Der Herr von Kabine 2031, der hat neulich bei mir einen kleinen, wunderschnen Ring gekauft. Das schien so eine Art Verlobungsgeschenk zu sein. Aber sonst - nein, fr einen Dieb sind diese Schmuckstcke wirklich nicht wertvoll genug." 


"Ich bin um halb elf abends noch mal ber den Korridor mit meinen Kabinen gegangen. Da habe ich einen Mann gesehen - nein, erkannt habe ich ihn nicht. Aber er hatte einen ganz absonderlichen Gang mit sehr kurzen Schritten. Es sah komisch aus." 


"Es freut uns, mit Ihnen einen bekannten Kriminalisten an Bord zu haben. Nein, Sie brauchen nicht zu fragen, woher ich das wei. Wir haben auch unsere Verbindungen in Ihrem Land... Sie wissen doch, was ich meine. Aber kommen wir zur Sache: Sie haben ja von Lady Higginbottom gehrt, was passiert ist. Ich kann Ihnen dazu nur sagen, da wir vor der Abfahrt bereits vor einem international ttigen Trickdieb gewarnt worden sind. Sein Spitzname ist "der Schleicher". Wir werden Ihre Suche nach ihm hier auf dem Schiff so gut es geht untersttzen. Wenn Sie ihn gefunden haben, brauchen Sie mich nur zu benachrichtigen, ich werde ihn dann festnehmen lassen. Ich wnsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Arbeit." 


"Wir haben den ganzen Abend im Musiksalon gesessen. Nach dem Abschiedsabend sind wir gleich dageblieben. Der Schaper war dabei, der Herr Wlucka, der Herr Greystone, Herr Dietrichs, Herr Minke, ja ich glaube, das war's. Es ist ein lustiger Abend gewesen. Aber wir haben auch eine ganze Menge getrunken. Ob da einer lnger weggewesen ist? Nee, glaub ich nicht..." 


"Ob mir irgendwas besonderes aufgefallen ist? Eigentlich nur, da die Leute heute alle nicht mehr richtig tanzen knnen. Hpfen da rum auf dem Parkett oder auf meinen Fen - grauenhaft, sag ich Ihnen. Besonders der Herr Frerkens, um den mach ich einen weiten Bogen. Der hupft nicht nur herum wie ein Elefant, der versucht auch noch bei seinen Schiebebungen Konversation zu machen. Naja, ich will nicht zu viel erzhlen. Wissen Sie, der Herr Minke, das ist wirklich noch einer der seltenen Kavaliere der alten Schule. Der tanzt, sag ich Ihnen - der hat einen Schritt am Leib, der schwebt richtig..." 


"Sie ahnen ja nicht, wie glcklich ich bin, da Sie bei uns sind. Stellen Sie sich vor, eins meiner teuersten Colliers ist gestohlen worden!  Wie das passiert ist? Also, das war so: Ich bin heute nach dem Abschiedsabend auf die Kabine gegangen, um mich ein wenig hinzulegen. Etwa vor einer halben Stunde ruft irgendjemand an und bittet mich, in die Nachtbar zu kommen, James wrde es nicht gut gehen. Natrlich bin ich gleich hin, aber er war nicht da. Ich habe gefragt, aber es hatte ihn dort auch niemand gesehen. Darauf bin ich wieder zurck in die Kabine gelaufen: Ich fand die Tr offen und im Raum war alles auf den Kopf gestellt. Aus der Schreibtisch- schublade hatte der Dieb mein Collier gestohlen. Ich hatte es noch nicht wieder in den Safe beim Purser zurckgebracht..."
